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Friedrichseck  Kreis Grottkau
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Zahlen + Daten    Geschichte    Einwohnerverzeichnis   Quellen

Hier wurde 1894 meine Oma Anna Mattner geboren. Ihr Vater, der Franz Augustin, soll Kutscher auf dem Gut gewesen sein. Von ihm geistert eine Geschichte herum: Er soll gerne einen über den Durst getrunken haben und nicht mehr fähig gewesen sein, nach Hause zu kutschieren. Aber die Pferde hätten immer den Weg in ihren Stall gefunden. 
Weitere Stationen der Mattner waren die Orte Ellguth und Sarlowitz, die zur kath. Kirche nach Ottmachau im Kreis Grottkau gehörten und Obergostitz im Kreis Freiwaldau/Sudeten im heutigen Tschechien.

 

Geschichte des Ortes

FRIEDRICHSECK, 206 m über NN, liegt 15 km westlich von Neisse an der Straße über Ottmachau nach Stübendorf (früher Reichsstraße Nr. 115), direkt am Ottmachauer Stausee zwischen dem Abschlussdamm und der Flutmulde, die vom Krebsbach durchflossen wird. Der Spiegel des Stausees liegt ca. 215 m über NN. Die nächste Eisenbahnstation ist Ottmachau (4 km). Das Dorf wird um 1300 im Lib.fund. zum ersten Mal erwähnt ("Bethleri villa"); später hieß es Bettlerdorf; in Friedrichseck soll es nach 1741 umbenannt worden sein. Während der Franzosenzeit hatte der Ort viel unter durchziehenden Truppen zu leiden. Friedrichseck (Bürgermeister 1935: Landwirt Karl Schubert) gehörte bis zum 31.12. 1935 zum Kreis Neisse und zwar zum Amtsbezirk und Standesamt Rathmannsdorf: die zuständige ev. Kirche war in Ottmachau, die kath. in Rathmannsdorf. Vom 01.01.1936 an war der Ort in den Kreis Grottkau einbezogen; als Amtsbezirk, Standesamt und katholischer Kirchort war nun Ottmachau zuständig. Bevor 1881 eine Schule eingerichtet wurde, waren die Kinder in Rathmannsdorf eingeschult. Das einstöckige Schulhaus stammt von 1881. Im Jahre 1925 besuchten 75 Kinder die zweiklassige Schule. Unterricht gaben 1925 die Lehrer Richard Langer und Georg Wagner, 1935 ein Lehrer Oskar Lohr. Das Rittergut (1895: 301 ha) war früher ein Teil der Herrschaft von Schloß Ottmachau gewesen, das Friedrich Wilhelm III. seinem Minister Alexander von Humboldt 1821 geschenkt hatte. 1938 befand sich noch eine Bibliothek im Gutshaus. Das Rittergut (1937: 116 ha) war zuletzt im Besitz der Aktien-Zuckerfabrik Ottmachau und bildete mit dem Rittergut Schleibitz, der rittermäßigen Scholtisei Mösen und dem Gut Brünschwitz die Herrschaft Friedrichseck (1937: insgesamt 467 ha). Flurnamen sind: ordinaire und Bräueräcker, zwischen den Dörnern, im Kameuschel, im thörichten Winkel, Wurzelwäldchen.

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